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Die lieben Aspekte

Gerade ist ein wunderbares Wochenende vorüber, an dem ich einen Workshop über „Endlich in die eigene Kraft kommen“ abgehalten habe. Dort ging es hauptsächlich um unsere vergangenen Geschichten, die wir kreiert habe, sogenannte „Aspekte“ von uns, und wie sie sich in unser jetziges Leben einmischen, dort mitmischen und uns eben nicht in die eigene Kraft kommen lassen. Nun, es war sehr spannend, dies mit jedem einzelnen Teilnehmer durchzugehen, die Durchbrüche waren auf jeden Fall da.

Es ist sehr spannend, immer wieder zu beobachten und zu sehen, wie oft unser Leben „fremdbestimmt“ ist, wir aber so hypnotisiert sind, dass wir es nicht als solches erkennen und laut verkünden: Ich? Natürlich bestimme ICH mein Leben! Sprach´s und merkt überhaupt nicht, dass dieser Satz aus dem Mund von Aspekten kommt, die sich schnell und schützend vor einen stellen und uns im wahrsten Sinne, das Wort aus dem Mund und das Zepter aus der Hand nehmen. Kein Wunder, dass wir nicht das erschaffen können, was wir wollen, denn WER will es denn? Will es unser wahres Selbst oder nur ein Aspekt? Befriedigen wir denn wirklich das Bedürfnis unserer Essenz oder sind wir damit beschäftigt, all unsere Aspekte zu befriedigen in ihrem Wünschen und Wollen?

Ich bin mir sicher, dass letzteres der Fall ist, bei mindestens 90% der Menschheit momentan. Und dann wundert sich jeder, wo seine/ihre Energie geblieben ist. Nämlich irgendwo im Wunsch-Erfüllen auf der Strecke. Denn Zufriedenheit ist dort dauerhaft nirgends zu finden. Auch nicht Fülle, Balance, Ausgeglichenheit, Gesundheit, Wohlbefinden, Glück. Erst wenn wir uns ausgegraben haben zwischen all unseren Aspekten, wenn wir die denkende Stimme identifiziert haben, die uns alles mögliche an Gefühlen suggerieren möchte, dann – erst dann kommen wir zu dem wahren Kern von uns, und dieser möchte einfach nur das Leben leben, geniessen, voller Freude, voller Akzeptanz, was auch immer kommen mag. Doch davor treffen wir auf wirklich viele kleine Helfershelfer, die jetzt wirklich nicht mehr hilfreich sind. Sie waren es einst und sind es – bewusst eingesetzt – manchmal immer noch. Doch es wird Zeit, sie zu erkennen, sich nicht mehr damit zu identifizieren und wahrlich anzufangen, wieder das Zepter in die Hand zu nehmen.

Erst dann kommt das wahre, souveräne „Ich Bin“ zum Vorschein in all seinem Glanz, seiner Größe und seinem Strahlen, unbehaftet vom Ego, vom Sein-Wollen und von allem, was diese Energie Schräg werden lässt und in seiner Klarheit mindert.