Archiv des Autors: Birgit Junker - Master of Life

Über Birgit Junker - Master of Life

Coaching & Consulting auf einer völlig neuen Bewusstseinsebene, denn das Leben beginnt am Ende deiner Komfort-Zone.

Von Opfern und Rettern

Es existiert ein sehr einfaches Prinzip auf der Erde in unserer 3D-Welt: Solange es Retter gibt, muss es Opfer geben, die gerettet werden müssen. Und umgekehrt, solange es Opfer gibt, die gerettet werden müssen, muss es auch Retter geben. Alle beide erschaffen zusammen den Täter, Verbrecher, den Bösewicht, denn ohne Bösewicht kein Opfer, und ohne Opfer kein Retter. Nur diese drei erhalten diese Dynamik. Doch ohne die beiden – Opfer und Retter – verschwindet der Verbrecher von alleine.

Diese gesamte Dynamik existiert nicht an einem Ort der inneren Neutralität, ein Nullpunkt, den es auf Dauer zu erreichen gilt. Es gibt die gesunde und die ungesunde Art von Opfer und Retter. Generell ist zu sagen: Wenn du ein brennendes Haus siehst und jemandem aus dem Feuer hilfst, dann war dies ein spontanes Handeln von Opfer und Retter und das Ganze erschafft Energie. Doch wenn jemand in seiner Rolle als Retter oder Opfer verhaftet ist und ständig retten muss oder ständig gerettet werden muss, dann ist es ungesund und fängt an, Energie abzuziehen.

Ein Heiler, der in seiner Rolle verhaftet ist, muss sich immer Menschen erschaffen, die geheilt werden müssen, sprich, die krank sind. Ein Kranker, der permanent jemanden braucht, der ihn gesund macht, muss sich Heiler erschaffen. Seht ihr die Dynamik? Eine spontane Hilfe oder eine eingeprägte Rolle sind das, was den Unterschied ausmacht.

Am wichtigsten ist jedoch der, dass es automatisch keinen Täter, Verbrecher oder Bösewicht gibt, wenn es das Opfer oder den Retter nicht mehr gibt. Erst dies beiden bringen das dritte Element auf den Plan.

Der Verbrecher versucht seine Lebensenergie von dem Opfer zu bekommen. Der Retter erhält seine Lebensenergie davon, dass er das Opfer rettet. Das Opfer bekommt seine Lebensenergie davon, indem es beide auf Abruf hält. Es ist ein Spiel, in dem alle gefangen sind, keine Rolle ist pathetischer als die andere, jede Rolle benötigt die beiden anderen Mitspieler. Und ich rede hier von den Extremen der drei Rollen.

Wir müssen lernen, die Energien auszubalancieren, so dass keine Extreme mehr entstehen können. Wenn wir bei uns selber anfangen, dann findet das eine Resonanz bei anderen und diese Resonanz kann sich dann immer mehr aufbauen. Vielleicht schaut jeder mal bei sich selbst, wo er in einer dieser drei Rollen verhaftet ist. Sei es in der Familie, im Freundeskreis, auf der Arbeit, generell. Wo springen wir immer wieder in eine der Rollen anstatt uns zu einem neutralen inneren Nullpunkt zu bewegen. Wer fordert welche Rolle von uns? Und: es ist wichtig zu erkennen, ob es sich um ein natürliches, gesundes, also Energie erschaffendes Spiel handelt, was aus der spontanen Situation heraus entsteht, oder ob es eine Gewohnheit ist, ein Extrem, das anderen Menschen Energie abzieht. Es dürfte für jeden äusserst spannend sein, sich auf diese eigene Entdeckungsreise einzulassen.

Und was dann? Fangt an, die Rolle des Extremen zu neutralisieren, übernehmt selbst wieder die Verantwortung für Dinge die geschehen und gebt anderen ihre eigene Verantwortung zurück. Wo kein Opfer ist, da muss kein Retter sein und auch der Täter verschwindet von selbst… Probiert es aus.

Herzlichst,
Birgit

Die lieben Aspekte

Gerade ist ein wunderbares Wochenende vorüber, an dem ich einen Workshop über „Endlich in die eigene Kraft kommen“ abgehalten habe. Dort ging es hauptsächlich um unsere vergangenen Geschichten, die wir kreiert habe, sogenannte „Aspekte“ von uns, und wie sie sich in unser jetziges Leben einmischen, dort mitmischen und uns eben nicht in die eigene Kraft kommen lassen. Nun, es war sehr spannend, dies mit jedem einzelnen Teilnehmer durchzugehen, die Durchbrüche waren auf jeden Fall da.

Es ist sehr spannend, immer wieder zu beobachten und zu sehen, wie oft unser Leben „fremdbestimmt“ ist, wir aber so hypnotisiert sind, dass wir es nicht als solches erkennen und laut verkünden: Ich? Natürlich bestimme ICH mein Leben! Sprach´s und merkt überhaupt nicht, dass dieser Satz aus dem Mund von Aspekten kommt, die sich schnell und schützend vor einen stellen und uns im wahrsten Sinne, das Wort aus dem Mund und das Zepter aus der Hand nehmen. Kein Wunder, dass wir nicht das erschaffen können, was wir wollen, denn WER will es denn? Will es unser wahres Selbst oder nur ein Aspekt? Befriedigen wir denn wirklich das Bedürfnis unserer Essenz oder sind wir damit beschäftigt, all unsere Aspekte zu befriedigen in ihrem Wünschen und Wollen?

Ich bin mir sicher, dass letzteres der Fall ist, bei mindestens 90% der Menschheit momentan. Und dann wundert sich jeder, wo seine/ihre Energie geblieben ist. Nämlich irgendwo im Wunsch-Erfüllen auf der Strecke. Denn Zufriedenheit ist dort dauerhaft nirgends zu finden. Auch nicht Fülle, Balance, Ausgeglichenheit, Gesundheit, Wohlbefinden, Glück. Erst wenn wir uns ausgegraben haben zwischen all unseren Aspekten, wenn wir die denkende Stimme identifiziert haben, die uns alles mögliche an Gefühlen suggerieren möchte, dann – erst dann kommen wir zu dem wahren Kern von uns, und dieser möchte einfach nur das Leben leben, geniessen, voller Freude, voller Akzeptanz, was auch immer kommen mag. Doch davor treffen wir auf wirklich viele kleine Helfershelfer, die jetzt wirklich nicht mehr hilfreich sind. Sie waren es einst und sind es – bewusst eingesetzt – manchmal immer noch. Doch es wird Zeit, sie zu erkennen, sich nicht mehr damit zu identifizieren und wahrlich anzufangen, wieder das Zepter in die Hand zu nehmen.

Erst dann kommt das wahre, souveräne „Ich Bin“ zum Vorschein in all seinem Glanz, seiner Größe und seinem Strahlen, unbehaftet vom Ego, vom Sein-Wollen und von allem, was diese Energie Schräg werden lässt und in seiner Klarheit mindert.

Die größte Blockade…

… mit der wir uns auseinandersetzen müssen, ist das Nicht-Vergeben. Denn dies hält uns in der Vergangenheit fest und lässt uns nicht im Jetzt-Moment sein. Diejenigen, die schon länger mit der Materie der Neuen Energie und des Neuen Bewusstseins arbeiten, fällt es sicherlich leichter, sich oder anderen nach einer gemachten Erfahrung zu vergeben – ein besseres Wort dafür ist auch sich oder andere „freizusprechen“. Vergeben hat immer den Beigeschmack, dass es eine Sünde gab, was ja nicht der Fall ist. Freisprechen passt also eher.

Doch fällt es uns besonders auf, wenn die anderen, die dies vielleicht  ebenfalls betroffen hat und die bei der Erfahrung mitgeholfen habe (unbewusst), uns nicht freisprechen können und im wahrsten Sinne des Wortes „nach-tragend“ sind. Sie verstehen nicht, dass wir schon wieder fröhlich normalen Belangen nachgehen, als wäre nichts gewesen. Doch waren wir in unseren Tiefschlafzeiten nicht ebenso – wer kann sich nicht noch daran erinnern? Oder vielleicht liest dies gerade jemand, der gerade anfängt, sich mit Neuem Bewusstsein zu beschäftigen und auch schon soviel Pakete mit sich herum trägt aus Gründen der Nicht-Freisprechung von Familie, Partnern, Freunden, Kollegen (auch wenn es sich so liest, doch ich meine immer beide Geschlechter damit, also männlich und weiblich ;-)).

Das hat viel mit Selbstliebe zu tun. Etwas, was wir abtrainiert bekommen haben, denn darunter verstand man doch eher was Negatives. Es wird Zeit, dies wieder aus dem tiefsten Inneren unseres Herzens zu lernen – die Liebe zu uns selbst. Dem werde ich mal einen Extra-Blog widmen, denn das Thema ist sehr verzweigt in sehr verdrehte Emotionen von vermeintlicher Liebe. Doch diese Selbstliebe, die hier gemeint ist, kommt nicht aus dem Ego, sondern von einem Ort tief in unserem Herzbereich, ein Gefühl des unbegründeten Wohlbefindens, der tiefen Liebe zu unserem Sein.

Wenn wir also noch diverse Altlasten mit uns herumtragen, weil wir uns oder den anderen nicht freigesprochen haben davon, uns nicht davon entlasten, so ist es an der Zeit dies zu tun. Es ist wichtig, denn es bringt uns in den Jetzt-Moment. Jemand sagte einmal den wunderbaren Ausspruch, den man in Situationen anwenden kann, wenn man durch das Umfeld herausgefordert wird (was ja wieder ein Päckchen mehr zum Rumtragen bedeuten würde), ist: „In deiner Gegenwart/in eurer Gegenwart liebe ich mich so sehr.“ Sofort katapultiert dieser Satz in den Jetzt-Moment, in die Selbstliebe, in die Vergebung/Freisprechung. Und das Beste: es befördert sogar an einen Ort der Neutralität, so dass man sich selbst nicht als Opfer sehen kann. Wenn es kein Opfer gibt, dann neutralisiert es den Täter. Probiert es aus (am besten sagt man den Satz in Gedanken zu sich, dass ist manchmal besser, denn ich würde nicht automatisch voraussetzen, dass das Gegenüber den Satz ebenfalls versteht.)

Das Thema ist sehr vielschichtig und stark verknüpft mit vielerlei anderen Dingen. Doch löst man eine Masche, trennt sich der ganze verstrickte Pulli auf und das zuvor falsch gestrickte Muster (im wahrsten Sinne des Wortes, ein Muster von uns selbst) kann sich lösen und man sieht, was wirklich IST, und nicht, was die Illusion der Verstrickung uns glauben machen wollte.

Herzensgrüße,
Birgit