Das „Übliche“ oder lieber was Neues?

Das Übliche liegt unter einer Wolkendecke, genannt „Bekanntes“. Es sind Aspekte, die sich hier auskennen, die in einem Pool an bekannten Erfahrungen, Gefühlen, Emotionen graben und recherchieren, um bei der Frage: „Was fehlt dir in deinem Leben, um glücklich zu sein?“ nur mit den bekannten Dingen aufwarten können, wie Geld, Gesundheit, Job, Freizeit, Freunde, Liebe, Beziehung, Geld, Geld und nochmals Geld. Und sie haben auch gleich alles parat, um die passenden Beispiele und Tipps anzubringen, um das alles zu lösen, unterhalb der Wolkendecke, denn nur hier kommen sie zu Wort und können sie existieren. Denn nur hier wissen sie, dass wir ihnen zu hören.

Also müssen sie uns mit aller Macht davon abhalten, jemals aus der Wolkendecke rauszukommen, hinein in unbekannte Gefilde, weil sie hier nicht funktionieren würden, weil wir hier sehen würden, wie einfach im Grunde genommen alles läuft, ohne groß darüber nachdenken zu müssen, Pläne schmieden zu müssen, in einen künstlichen Mangel gehen zu müssen, um diesen mit künstlichen Emotionen und künstlichen Gefühlen und künstlicher Energie (in Form von Geld) wieder füllen zu müssen, um damit unsere Aspekte zu befriedigen. Denn das ist die ganze Crux. All diese Dinge dienen dazu, die Aspekte zu befriedigen, solange die Aspekte diejenigen sind, die unser Leben (immer noch) bestimmen und diktieren.

Nimmt man ihnen diese Aufgabe, werden sie jedoch zu den besten Mitarbeitern, die wir uns jemals vorstellen können. Doch dazu braucht es den Mut, aus der Wolkendecke auszubrechen, uns oberhalb der Wolkendecke zu begeben und uns auf etwas einzulassen, was wir uns (die Aspekte sich)  unterhalb der Wolkendecke niemals hätten vorstellen können, weil es eben nicht in das Konzept und in das bekannte Gewässer unseres bisherigen Lebens passt. Natürlich haben die Aspekte davor Angst und warnen uns immer wieder mit allen möglichen Dingen, die sie in ihrem bekannten Pool und Gewässer finden, davor, diesen Schritt zu tun. Und dennoch haben wir ein tiefes inneres Wissen, dass wir es endlich tun sollten, sonst zerreißt es uns auf irgendeiner Ebene, weil wir uns gegenüber einen Kompromiss eingehen. Und wir wissen ganz genau, dass dieser Selbstbetrug schlimmer ist als alles andere. Es fühlt sich einfach „nicht richtig an“.

Leider machen das immer noch sehr, sehr viele. Und auch sehr viele Shaumbra, die ich treffe und mit denen ich mich unterhalte. Alles was sie lesen und alles was sie „wissen“ aus dem, was sie gelesen haben, versuchen sie, unterhalb dieser Wolkendecke anzuwenden und es dort hineinpassen zu lassen, geben es wieder nur ihren (gut trainierten) Aspekten in die Hände, um die Aspekte entweder davon zu überzeugen, und um sie nicht richtig sondern nur künstlich zu integrieren, weil sie nicht verstanden haben, was Erlauben wirklich bedeutet (und es bedeutet nicht, sich ein gutes Essen zu erlauben oder neue Kleidung oder ein neues Haus oder eine neue Reise oder was auch immer, all das hat mit dem wahren Erlauben absolut nichts zu tun). Sie geben alle Werkzeuge, die so wertvoll sind, einem Aspekt in die Hand, oder besser gesagt „Aspekten“, die dann das bestmögliche daraus machen, um es eben unterhalb der Wolkendecke anzuwenden. Und das kann und wird nicht funktionieren. Niemals!

Wir bewegen uns jetzt in Gefilde, wo die gängigen Bezugspunkte nicht mehr funktionieren, und das ist erst mal erschreckend (für die Aspekte), doch es ist auch unser natürlichster Seinsbereich, den wir zutiefst kennen, aber logischerweise (noch) nicht richtig zuordnen können. Und da ist gut so! Das, was hier funktioniert, würden Aspekte als Magie bezeichnen (wahrscheinlich auch der menschliche Aspekt) doch in Wahrheit ist es mehr unser natürlicher Seinszustand, als das komprimierte verdichtete Leben unterhalb der Wolkendecke. Hier oben funktioniert Schöpfung auf Knopfdruck, könnte man sagen, doch natürlich dauert es ein Moment, bis es unterhalb der Wolkendecke ankommen wird. Hier gelten auch ganz andere Prioritäten in punkto „was macht dich glücklich?“ Denn alles, was für die Aspekte unterhalb der Wolkendecke als wichtig erschien und als erstrebenswert, hat oberhalb der Wolkendecke keinerlei Priorität, weil es als eine Art Nebenprodukt sowieso auf natürliche Weise erscheint, durch etwas was hier von innen heraus generiert wird:

Nämlich zutiefst unbegründetes Wohlempfinden, von innen heraus, ohne äußerlichen Anhaltspunkt, ohne äußerlichen Bezugspunkt, einfach nur durch das tiefe Wissen (und das echte Wissen) von dem „Ich Existiere“, „Ich Bin Dass Ich Bin“, ein Form tiefer Selbstliebe, die auch unter der Wolkendecke nicht verstanden wird, bis sie hier oben erfahren wird. Dieses Wissen löst dann einen Sinn aus, der unter der Wolkendecke nicht funktioniert, den Aspekte sich künstlich zu erklären und künstlich nachzuempfinden versucht haben, was ihnen aber eher schlecht als recht geglückt ist, denn auch das kann man sich nicht erdenken, man muss es wirklich fühlen. Und es ist mit nichts vergleichbar, was man je mit seinen begrenzten Sinnen unterhalb der Wolkendecke gefühlt hat. Und wenn dieses Gefühl eintritt, spürt man ganz genau, wie unecht alle Gefühle vorher gewesen sind, die die Aspekte versucht haben unter der Wolkendecke nachzuahmen. Man spürt in dem Moment ganz genau, wie man sich selbst wirklich zum Narren gehalten hat, wenn man diese obigen Worte gesagt oder vermeintlich „gefühlt“ hat.

Und danach passt auf einmal tatsächlich alles unterhalb der Wolkendecke ganz von alleine auf sich auf: das Geld, der Reichtum, die Fülle, was man vorher so erstrebt hat, kommt von ganz alleine, weil man einfach weiß, dass das nicht der Urheber des eigenen Glücks ist, weil man schon glücklich ist. Und somit wird man einfach durch dieses natürliche Glücklichsein auch noch mit dem Reichtum beschenkt, den man vorher so verzweifelt angestrebt hat. Die Fülle ist nur noch komplementär dem eigenen Sein gegenüber, weil es das Sein nicht mehr ausmacht, weil es das nie hat. Diese Erkenntnis letztendlich zu gewinnen, ist Realisierung. Die Realisierung, oberhalb und unterhalb der Wolkendecke sein zu können, in jedem präsenten Moment. Zu wissen, dass man nicht begrenzt und limitiert und eingeschränkt ist, sondern gerade die Fußspitze in einen Bereich gleichsetzt hat von dem, was wir wirklich sind, was sich unendlich ausdehnt und unendlich viel Neues bringt – Leicht und Anmutig.

Ein Gedanke zu „Das „Übliche“ oder lieber was Neues?

  1. Ursula Foltin

    Lieben Dank, Birgit für die kompetenden Worte. Ich wabere immer wieder noch hin und her, ganz einfach, weil ein Teil von mir immer wieder noch versucht im außen eine Entsprechung zu finden, für das was ich innerlich erlebe. Doch ich finde es immer weniger und kann dadurch getrost immer wieder zu mir zurück kehren. Doch berührt es mich sehr, wenn es dann von jemand anderem zum Ausdruck kommt. Wunderbar

    Antwort

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