Archiv für den Tag 03/11/2011

Die größte Blockade…

… mit der wir uns auseinandersetzen müssen, ist das Nicht-Vergeben. Denn dies hält uns in der Vergangenheit fest und lässt uns nicht im Jetzt-Moment sein. Diejenigen, die schon länger mit der Materie der Neuen Energie und des Neuen Bewusstseins arbeiten, fällt es sicherlich leichter, sich oder anderen nach einer gemachten Erfahrung zu vergeben – ein besseres Wort dafür ist auch sich oder andere „freizusprechen“. Vergeben hat immer den Beigeschmack, dass es eine Sünde gab, was ja nicht der Fall ist. Freisprechen passt also eher.

Doch fällt es uns besonders auf, wenn die anderen, die dies vielleicht  ebenfalls betroffen hat und die bei der Erfahrung mitgeholfen habe (unbewusst), uns nicht freisprechen können und im wahrsten Sinne des Wortes „nach-tragend“ sind. Sie verstehen nicht, dass wir schon wieder fröhlich normalen Belangen nachgehen, als wäre nichts gewesen. Doch waren wir in unseren Tiefschlafzeiten nicht ebenso – wer kann sich nicht noch daran erinnern? Oder vielleicht liest dies gerade jemand, der gerade anfängt, sich mit Neuem Bewusstsein zu beschäftigen und auch schon soviel Pakete mit sich herum trägt aus Gründen der Nicht-Freisprechung von Familie, Partnern, Freunden, Kollegen (auch wenn es sich so liest, doch ich meine immer beide Geschlechter damit, also männlich und weiblich ;-)).

Das hat viel mit Selbstliebe zu tun. Etwas, was wir abtrainiert bekommen haben, denn darunter verstand man doch eher was Negatives. Es wird Zeit, dies wieder aus dem tiefsten Inneren unseres Herzens zu lernen – die Liebe zu uns selbst. Dem werde ich mal einen Extra-Blog widmen, denn das Thema ist sehr verzweigt in sehr verdrehte Emotionen von vermeintlicher Liebe. Doch diese Selbstliebe, die hier gemeint ist, kommt nicht aus dem Ego, sondern von einem Ort tief in unserem Herzbereich, ein Gefühl des unbegründeten Wohlbefindens, der tiefen Liebe zu unserem Sein.

Wenn wir also noch diverse Altlasten mit uns herumtragen, weil wir uns oder den anderen nicht freigesprochen haben davon, uns nicht davon entlasten, so ist es an der Zeit dies zu tun. Es ist wichtig, denn es bringt uns in den Jetzt-Moment. Jemand sagte einmal den wunderbaren Ausspruch, den man in Situationen anwenden kann, wenn man durch das Umfeld herausgefordert wird (was ja wieder ein Päckchen mehr zum Rumtragen bedeuten würde), ist: „In deiner Gegenwart/in eurer Gegenwart liebe ich mich so sehr.“ Sofort katapultiert dieser Satz in den Jetzt-Moment, in die Selbstliebe, in die Vergebung/Freisprechung. Und das Beste: es befördert sogar an einen Ort der Neutralität, so dass man sich selbst nicht als Opfer sehen kann. Wenn es kein Opfer gibt, dann neutralisiert es den Täter. Probiert es aus (am besten sagt man den Satz in Gedanken zu sich, dass ist manchmal besser, denn ich würde nicht automatisch voraussetzen, dass das Gegenüber den Satz ebenfalls versteht.)

Das Thema ist sehr vielschichtig und stark verknüpft mit vielerlei anderen Dingen. Doch löst man eine Masche, trennt sich der ganze verstrickte Pulli auf und das zuvor falsch gestrickte Muster (im wahrsten Sinne des Wortes, ein Muster von uns selbst) kann sich lösen und man sieht, was wirklich IST, und nicht, was die Illusion der Verstrickung uns glauben machen wollte.

Herzensgrüße,
Birgit